natur bewegt

Rapsölkraftstoff

Im Zuge der jüngsten politischen Entwicklungen auf dem Agrarsektor hat das Interesse zugenommen, Rapsöl entweder in purer Form oder als Rapsöl-Diesel-Gemisch in den Maschinen der Land-und Forstwirtschaft einzusetzen.
Für den dauerhaft störungsfreien Einsatz von Rapsöl als Kraftstoff müssen technische Voraussetzungen erfüllt werden.
Seit dem Jahr 2000 gilt für Rapsölkraftstoff eine einheitliche Qualitätsnorm. Die Bayrische Landesanstalt für Landtechnik Weihenstephan hat hierfür den so genannten RK Qualitätsstandard 5/2000 (Weihenstephan-Norm) entwickelt. Derzeit wird an der Weiterentwicklung dieses Standards zu einer DIN-Norm gearbeitet, denn zukünftig gelten schärfere emissionsrechtliche Anforderungen gemäß der Abgasstufe 2 für nicht Straßen gebundene Fahrzeuge.
Die Viskositäts-und Verbrennungseigenschaften von Rapsölkraftstoff weichen von denen des Dieselkraftstoffes ab. Deshalb ist beim Einsatz von Rapsöl als Kraftstoff eine Umrüstung der Motoren notwendig. Diese sollte zweckgebunden sein und von Fachleuten durchgeführt werden.
Rapsöl wird in zentralen und dezentralen Anlagen unter Einhaltung der geforderten Qualitätsparameter produziert. Die zentrale Herstellung findet durch chemische Extraktion in industriellen Großanlagen statt. Dezentral wird Rapsöl durch Kaltpressung meist in landwirtschaftlichen Betrieben oder Genossenschaften erzeugt. Damit besteht auch die Möglichkeit zusätzlicher Wertschöpfung vor Ort. Die zentralen und dezentralen Anlagen sind auch Bezugsquellen für Rapsölkraftstoff.

LMS Landwirtschaftsberatung GmbH    Müritz-Biomassehof GbR    Landgesellschaft MV