Biodiesel
Biodiesel ist ein umweltfreundlicher Kraftstoff, weil er aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird,
Rohstoffressourcen schont und eine positive CO2- Bilanz aufzuweisen hat.
Biodiesel (RME) ist chemisch umgeestertes Rapsöl mit DK- ähnlichen Eigenschaften, das in nahezu allen
herkömmlichen Dieselmotoren verbrannt werden kann. Einschränkungen ergeben sich durch das aggressive
Lösungsverhalten gegenüber den in älteren Motoren verbauten Kunststoff- und Gummiteilen sowie
Kunstharzlacken.
Der Einsatz von Biodiesel ist in Maschinen und Fahrzeugen zu empfehlen, die über eine Herstellerfreigabe
verfügen, wobei es eventuell zu einer Verkürzung der Schmierölwechselfristen kommen kann. Für nicht
biodieseltaugliche Motoren sind oft Umrüstsätze erhältlich, so dass für ältere Maschinen auch Biodiesel genutzt
werden kann.
Biodiesel ist zur Zeit ca. 10% günstiger als Dieselkraftstoff; es ist jedoch mit einem Mehrverbrauch von ca. 5% und einem
etwas erhöhten Mehraufwand für Filter und Schmierölwechsel zu rechnen.
Biodieselbedingte Veränderungen bei der motorischen Verbrennung führen zu einer veränderten
Abgaszusammensetzung, die eine Einstufung in eine niedrigere Schadstoffklasse zur Folge haben kann (gilt
meist nur für PKW- Neufahrzeuge). Dieser Erscheinung kann zukünftig durch den Eingriff in das
Motormanagement begegnet werden. Biodiesel wird in zentralen (außerhalb der Landwirtschaft) und dezentralen
Anlagen (im Bereich Landwirtschaft) produziert, wobei die Einhaltung der Kraftstoffnorm DIN EN 14214 eine
unabdingbare Voraussetzung für den späteren störungsfreien Motorbetrieb ist.
Die Einhaltung der normgerechten Qualität des Biodiesels ist somit nicht nur bei der Produktion sondern auch beim
Transport, der Lagerung und der Verteilung (DIN- Aufkleber an der Tankstelle beachten und Zertifikat verlangen)
unabdingbar für eine erfolgreiche Anwendung.
Unter welchen konkreten Randbedingungen der Einsatz von Biodiesel ökonomisch sinnvoll ist, hängt von den
aktuellen Biodiesel- bzw. DK- Bezugspreisen, dem vorhandenen Maschinenpark (Umrüstung erforderlich oder
nicht), den Einsatzbedingungen der Maschinen sowie der betrieblichen Infrastruktur (vorhandene separate Lager-
und Betankungstechnik) ab und muss für jeden Betrieb gesondert ermittelt werden.